"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 


 

Idul fitr

(Das Fest des Fastenbrechens)

 

- Wird auch als Bayram oder Zuckerfest bezeichnet. Es ist beliebt jedem Muslim mit den Worten „Id mubarak“ zu gratulieren.

 

Das Fest findet am 1. Schawaal statt, nachdem die Neumondsichtung entweder am 29-. oder 30. Ramadan bestätigt wurde. Sollte er Neumond am 30. Ramadan nicht gesichtet werden, endet der Fastenmonat trotzdem. Da höchsten 29 bzw. 30 Tage gefastet wird. Eine Berechnung ist nicht zulässig.

Frauen, Kinder und Männer sind dazu angehalten das Id- Gebet zu verrichten. Menstruirende Frauen und Jungfrauen besuchen ebenfalls das Gebet. Sie lauschen aufmerksam der Predigt, beteiligen sich jedoch nicht am Gebet.

Man vollzieht den Ghusl und frühstückt ausgiebig. Im Morgengrauen betet man das Fajr- Gebet. Man leistet keine freiwilligen Gebete wie die Begrüßungsraka beim Eintreffen in der Moschee.

Es ist empfohlen das Id- Gebet an einem öffentlichen Ort zu verrichten. Es wird kein Adhan und keine Iqama ausgerufen.

Das Zakatul fitre muss vor dem Id- Gebet gezahlt werden, versäumt man dies, gilt die Zahlung als normale Sadaqa und ist als Zakatul fitre ungültig.

Anders als bei der Freitagspredigt, wird zu erst gebetet und danach hält der Imam die Predigt.

Bevor der Imam kommt, um das Gebet zu eröffnen, spricht man den Takbir.

„Allahu akbar 2x, la illaha ilallah 1x, allahu akbra 2x wa lillahil hamd 1x“

Es ist empfohlen auf dem Rückweg einen anderen Weg zu nehmen als auf dem Hinweg.

 

Traditionell bereiten die Frauen für diesen Tag Gebäck zu, Kinder bekommen Geschenke oder Geld. 

  

 

Idul Adha

(Das Opferfest)

 

Das Fest feiert man am 10. Dhul Hidscha, einen Tag nach dem „Tag von Arafa“. Die Begründung dazu liegt in diesem Ereignis:

 

Mein Herr, schenke mir einen von den Rechtschaffenen.

Da verkündeten wir ihm (Ibrahim) einen nachsichtigen Jungen.

Als dieser das Alter erreichte, das er mit ihm laufen konnte, sagt er: “ Oh mein lieber Sohn, ich sehe im Schlaf das ich dich schlachte.Schau jetzt was du dazu meinst.“ Er sagte: „O mein lieber Vater, tuh, was dir befohlen wird. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Standhaften

finden..

Als sie sich beide ergeben gezeigt hatten und er ihm auf der Seite der Stirn niedergeworfen hatte, riefen Wir zu ihm:“ Oh Ibrahim, Du hast das Traumgesicht bereits wahrgemacht.“ Gewiss so

vergelten Wir den Gutes Tuenden.

Das ist wahrlich die deutliche Prüfung. Und wir losten ihn mit einem großartigen Schlachtopfer aus. (Quran 37:100 - 107)

 

Das Schlachten findet nach dem Id- Gebet statt. Bei dem Id- Gebet wird kein Adhan und keine Iqama ausgerufen. Es darf bis vor dem Sonnenuntergang des 13. Dhul Hidscha geschlachtet werden.

Sowohl die Hadschpilger als auch die Daheimgebliebenen schlachten.

Der Prophet Muhammad, Friede und Segen auf ihn, sagte: „Wer dazu in der Lage ist und dennoch kein Ud Hudiya schlachtet, der darf nicht in die Moschee kommen.“

Etwas von dem Fleisch wird verschenkt, das andere wird selbst gegessen.

 

„Gewiss , mein Gebet und mein Schlachtopfer gehören Allah, dem Herr der Weltenbewohner (Al Alamin, Menschheit, Jinn und alles was excistiert)“

 

Für Männer ist das Gebet obligatorisch. Frauen sollen daran teilnehmen. Auch Jungfrauen und menstruierende Frauen. Menstruirende Frauen schauen allerdings dem Gebet zu.

 

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Wenn das Id- Gebet auf einen Freitag fällt, ist das Freitagsgebet für den am Id- Gebet teilnehmenden Mumin , keine Pflicht. Der Iman jedoch, als verantwortlicher Vorbeter,muss sowohl das Id- Gebet als auch das Jummagebet anführen.