"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Christliche Feiertage im Islam 

 

Neujahr

Die Monate im Islam werden nach dem Mondkalender berechnet. Das Jahr hat 11 Tage weniger als der Sonnenkalender und ist somit jahreszeitlich nicht festgelegt. Der erste Monat ist Muharram.

 

Karfeitag

Ein Gedenktag zur Kreuzigung des Propheten Jesus (arab. Isa). Laut Quran wurde Jesus nicht gekreuzigt.

 

"(Verflucht sind sie) dafür, daß sie ihr Abkommen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und (daß sie) die Propheten zu Unrecht töteten und(daß sie) sagten: „Unsere Herzen sind verhüllt." - Nein! Vielmehr hat Allah sie  für ihren Unglauben versiegelt; darum glauben sie nur wenig, -

und daß sie ungläubig waren und gegen Maryam gewaltige Verleumdung aussprachen, und dafür, daß sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masih 'Isa, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet." - Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber  uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber.Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet." (Quran 4: 155-158)


 

Ostern (Die Auferstehung Jesu Christi) und Himmelfahrt finden keine Glaubensgrundlage im Islam. Der Osterhase wurde 1682 n.Chr. von Georg Franck von Franckenau erfunden.

 

Karneval

Vorbereitung auf die Fastenzeit nach Aschermittwoch und Ostern. Karneval selbst hat keinen religiösen Hintergrund und ist somit heidnisch.

Die Teilnahme an diesem Ereignis ist im Islam nicht erlaubt (haram), da hier Alkohol und Drogen konsumiert werden. Alkohol und Drogen enthemmen und fördern Gewaltbereitschaft und schamloses Verhalten.

 

Pfingsten

Ein Gedenktag zur Entsendung des „Heiligen Geistes“.

 

Jene Gesandten – die einen bevorzugten wir vor den andern; zu einigen von ihnen sprach Allah und erhöhte andere um Stufen. Und wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, die deutlichen Zeichen und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist, und so Allah wollte, so hätten die Späteren nicht gestritten, nachdem zu ihnen die deutlichen Zeichen kamen; aber sie waren uneins und die einen von ihnen glaubten und die anderen waren ungläubig. Und so Allah wollte, hätten sie nicht gestritten, jedoch tut Allah, was Er will. (Quran 2: 253)

 

Im Islam meint man mit „Heiliger Geist“ den Engel Gabriel, im Christentum ist es die Trinität. Das bedeutet „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

 

Sag: Er ist Allah, ein Einer, Allah, der Überlegene. Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden, und niemand ist Ihm jemals gleich. (Quran 112:1-4) 

 

Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gewiss, Allah ist al-Masih, der Sohn Maryams", wo doch al-Masih (selbst) gesagt hat: „O Kinder Isra'ils, dient Allah, meinem Herrn und eurem Herrn!" Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Die Ungerechten werden keine Helfer haben.  

(Quran 5:72) 

 

Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gewiss, Allah ist einer von dreien." Es gibt aber keinen Gott außer dem Einen Einzigen. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhören, so wird denjenigen von ihnen, die ungläubig sind, ganz gewiss schmerzhafte Strafe widerfahren.

(Quran 5:73)

 

Im Islam glaubt man an alle Propheten. Jeder von ihnen ist mit einer Botschaft von Gott an die Menschheit entsandt worden. Eine Aussage zu erheben oder herabzusetzen bedeutet sich in seinen menschlichen Fähigkeiten über die von Gott zu setzen. Die Anbetung eines Propheten wird als Götzendienst (arab. Schirk) bezeichnet. Man betet nur Gott an und stellt ihm nichts dazwischen. Götzendienst ist die größte Sünde im Islam.

 

Fronleichnam

Der Tag wurde 1246 n.Chr. von Papst Urban IV erfunden. In Gedenken an das Blutwunder von Bolsena.

Ein Bild verliert blutähnliche Flüssigkeit. So etwas ist Aberglauben.

Auch die Anbetung von Statuen und Bildnissen ist im Islam Götzendienst.

 

Heiligabend

Ein Gedenktag zur Geburt Jesus

Da man im Islam an alle Propheten glaubt und keinen höher als den anderen stellt, ist diese Feier unzulässig. Selbst den Geburtstag des Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihn, feiert man nicht. Da es keinerlei Überlieferungen gibt, dass seine Gefährten dies gemacht hätten oder er selbst. Somit ist „Maulid“ , wenn man es feiern würde, eine bidda (Erneuerung).

 

Die Geburt von Jesus im Quran:

 

„(Diese Verse sind) zum Gedenken an die Barmherzigkeit deines Herrn zu Seinem Diener Zakariyya. Als er zu seinem Herrn im Verborgenen rief (und) sagte: „Mein Herr, schwach sind mir die Knochen geworden,und in Altersgrauheit entfacht ist der Kopf. Und ich war im Bittgebet zu Dir, mein Herr, (noch) nie unglücklich. Gewiss, ich fürchte die Verwandten nach mir, und meine Frau ist unfruchtbar. So schenke mir von Dir aus einen nahen Verwandten, der mich beerbt und von der Sippe Ya'qubs erbt, und mach ihn, mein Herr, (Dir) wohlgefällig." Er sagte: „Mein Herr, wie soll ich einen Jungen haben, wo meine Frau unfruchtbar ist und ich vom hohen Alter bereits einen Dürrezustand erreicht habe?"

Er sagte: „So wird es sein. Dein Herr sagt: ,Das ist Mir ein leichtes; und auch dich habe Ich ja zuvor erschaffen, als du noch nichts warst'."  „0 Zakariyya, Wir verkünden dir einen Jungen, dessen Name Yahya ist, wie Wir zuvor noch niemandem Kennzeichen gleich den seinen gegeben haben." Er sagte: „Mein Herr, setze mir ein Zeichen." Er sagte: „Dein Zeichen ist, dass du drei Nächte lang, obwohl gesund, nicht zu den Menschen sprechen wirst." So kam er zu seinem Volk aus dem Gebetsraum heraus und gab ihnen dann zu verstehen: „Preist morgens und abends." „O Yahya, nimm die Schrift mit (aller) Kraft." Und Wir gaben ihm schon als Kind die Urteilskraft und Mitgefühl von Uns aus und Lauterkeit. Er war gottesfürchtig und gütig gegen seine Eltern, und er war weder gewalttätig noch widerspenstig. Und Friede sei auf ihm am Tag, da er geboren wurde, und am Tag, da er stirbt, und am Tag, da er wieder zum Leben auferweckt wird. Und gedenke im Buch Maryams, als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog. Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir Unseren Geist zu ihr. Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar.  

Sie sagte: „Ich suche beim Allerbarmer Schutz vor dir, wenn du gottesfürchtig bist."

Er sagte: „Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen lauteren Jungen zu schenken."

Sie sagte: „Wie soll mir ein Junge gegeben werden, wo mich doch kein menschliches Wesen berührt hat und ich keine Hure bin."

Er sagte: „So wird es sein. Dein Herr sagt: ,Das ist Mir ein leichtes, und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen'. Und es ist eine beschlossene Angelegenheit."

So empfing sie ihn und zog sich mit ihm zu einem fernen Ort zurück.  Die Wehen ließen sie zum Palmenstamm gehen. Sie sagte: „0 wäre ich doch zuvor gestorben und ganz und gar in Vergessenheit geraten!"

Da rief er ihr von unten her zu: „Sei nicht traurig; dein Herr hat ja unter dir ein Bächlein geschaffen.

Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so lässt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen.

So iss und trink und sei frohen Mutes'. Und wenn du nun jemanden von den Menschen sehen solltest, dann sag: Ich habe dem Allerbarmer Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschenwesen sprechen." Dann kam sie mit ihm zu ihrem Volk, ihn (mit sich) tragend. Sie sagten: „O Maryam, du hast da ja etwas Unerhörtes begangen.

„O Schwester Haruns, dein Vater war doch kein sündiger Mann, noch war deine Mutter eine Hure."

Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: „Wie können wir mit jemandem sprechen, der noch ein Kind in der Wiege ist?"

Er sagte: „Ich bin wahrlich Allahs Diener; Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht.

Und gesegnet hat Er mich gemacht, wo immer ich bin, und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten) und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe, und gütig gegen meine Mutter zu sein. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unglücklich gemacht.  

Und der Friede sei auf mir am Tag, da ich geboren wurde, und am Tag, da ich sterbe, und am Tag da ich wieder zum Leben auferweckt werde."Das ist 'Isa, der Sohn Maryams: (Es ist) das Wort der Wahrheit, woran sie zweifeln. 

(Quran 19: 2-34)

 

Weihnachten

In Anlehnung an „Heilig Abend“.

Im Islam sind Feste Andersgläubiger unzulässig. Muslime feiern das „Opferfest“ und das „Fest des Fastenbrechens“. Zumal man der Unterscheidung bestrebt ist.

Der Weihnachtsmann ist eine Legende und geht auf den heiligen Nikolaus zurück. Es ist ein Brauch ohne christlichen Hintergrund.

 

Silvester

Ein Gedenktag zum Todestag von Papst Silvester I.

Im Islam ist Heiligenverehrung Götzendienst. Die Teilnahme ist verboten, da an diesem Tag Alkohol und Drogen konsumiert werden. Das Böllern zur Vertreibung böser Geister ist Aberglauben.