"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Die Verschriftlichung der Hadithe 

 

Die ersten Belege für die Verbreitung der Schreibkunst der Araber sind um 

300 n.Chr. bekannt.

Zu Lebzeiten Muhammads, Friede und Segen auf ihn, konnten einige Menschen schreiben, andere nicht. Schreibkundige wurden als „Al- kamamil“ (Die Vollkommenen) bezeichnet.

Für Dichter war diese Eigenschaft jedoch verpönt und wenn bekannt, dann aber geheim. Vielmehr galt es aus dem Stand zu rezitieren bzw. zu reimen und auswendig zu lernen.

 

„Wir sind eine analphabetische Gemeinschaft, wir schreiben nicht und rechnen nicht.“ (Buchary, Muslim)

 

Da es nun aber um die Verbreitung des Wissens ging, war die Kunst des Schreibens unabdingbar. Der Prophet unterstützte die Wichtigkeit, in dem er den Gefangenen aus der Schlacht von Badr zu ihrer Freilassung dazu verpflichtet zehn muslimischen Kindern lesen und schreiben beizubringen.

Auch in der Moschee des Propheten wurde in der Schule, der Kataatib, lesen und schreiben unterrichtet. Zu jener Zeit wurden auch die Offenbarungen aus dem Quran aufgeschrieben. Vierzig Leute waren dazu erlesen. Unter ihnen auch die späteren Kalifen Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali. Später unterrichteten auch die Tabiuun.

Es wurde ein Staatsvertrag aufgestellt „Die Charta von Medina“ und „Der Friedensvertrag von Hudaibiya". Es gab schriftliche Aufforderungen nach Jemen zur Abgabe des Zakat (Armenunterstützung) und Briefe an die Staatsoberhaupte in Persien, Ägypten und Damaskus.

 

Trotz alledem gab es nur wenige Aufzeichnungen von Hadithen in der Zeit nach der Auswanderung bis zum Tode Muhammads, Friede und Segen auf ihn. Der Prophet erlaubte die Niederschrift.

Man nannte die Aufzeichnungen „as- sahiifatus- saadiqah“ (Das wahrhaftige Schriftblatt).

 

Die wichtigsten Werke waren von:

- Imam Ahmad Bnu- hanbal

- Abu dawuud

- An- nasaaiy

- Ibnu maadschub

- At- tirmidhiy

 

Die Erlaubnis zur Niederschrift

 

„Schreibt nichts von mir auf! Jeder, der von mir außer dem Quran etwas niedergeschrieben hat, soll es ausradieren! Doch überliefert von mir- dabei liegt nichts Unannehmliches. Wer in meinem Namen lügt, der soll seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.“

 

„Wir hören von dir Dinge, sollen wir sie aufschreiben? Er sagte: „Schreibt auf! Es ist nichts Falsches* dabei.“

 

* Damit meinte der Prophet, dass es richtig ist, alles aufzuschreiben und das er nur Wahres spricht.

 

Es sollte aber darauf geachtet werden, dass die Aufzeichnungen der Hadithe nicht mit denen des Quran zusammen kamen. Als man die Offenbarungen jedoch auswendig lernte, wurde die Unterscheidung sicher.

Die Hadithgelehrten waren in der Lage, anhand der Überlieferungskette, die Hadithe als richtig einzustufen.