"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Das Wissen im Islam

 

Der Prophet hatte 23 Jahre Zeit, um den Islam als Religion zu verbreiten. Er war ein Mensch, Vater, Ehemann, Richter und Staatsoberhaupt. 

Um den Islam richtig praktizieren zu können, ist es wichtig, möglichst umfassendes Wissen in der Religion zu haben. Der Islam  ist eine Religion des Herzens, in der man den Glauben durch Wissen in der Umsetzung von Wort und Tat seinen Vorbildern folgt.

Es ist wichtig den Quran auch in seiner Natur- und Geisteswissenschaft zu studieren. Der Quran ist ein allumfassendes Werk, mit einem Wissen, dass immer wieder neu und unendlich ist.

 

„Das Aneignen von Wissen ist eine Muss- Handlung (fariidah) für jeden Muslim (Imam Ibnu- maadschah)

 

Der Prophet hat immer Möglichkeiten gesucht und Wissen zu verbreiten und verpflichtete andere es weiter zu geben.

 

„Der Wissende und der nach Wissen strebende sind Partner in der Belohnung. Und bei allen anderen Menschen ist gutes nicht zu erwarten.“ (Imam Ibnu - maadschah)

 

Bei der Übermittlung von Wissen

- sprach er stets langsam und in kurzen Sätzen

- er wiederholte gerne alles

- er trug Gebote und Gesetzte rücksichtsvoll und mit viel Liebe vor

- er versuchte die Menschen zu überzeugen, in dem er Rücksicht auf ihre Gefühle, das Alter, den Personenstand und die Tradition seines Gegenüber nahm

- er machte stets Pausen bei seinen Ermahnungen , um die Leute nicht zu langweilen.

- er machte deutlich, dass die Worte eines Muslim mit seinen Taten überein stimmen müssen

 

„Ihr, die den Glauben verinnerlicht habt! Weshalb sagt ihr, was ihr nicht tut? Es ist äußerstwiderlich bei Allah, dass ihr sagt, was ihr nicht tut. (Quran 61:2-3)

 

- er gab leichte Aufgaben und war sehr geduldig

 

„Lehrt, bringt Erleichterung und baut keine Erschwernisse auf! Sollte jemand von euch in Zorn geraten, dann soll er schweigen.“ (Bnu Hanbal)

 

Da Frauen nicht bei den Unterrichten der Männer sitzen durften, unterrichtete der Prophet sie an einem anderen Tag alleine. Er beantwortete gerne ihre Fragen, zu jeder Zeit.

In Mekka unterrichtete er im Hause von Al- arqam Bnu- addi- manaaf, in Medina hatte er einen Raum in der Prophetenmoschee.

 

Das Erlernen der Sunna

- die Sahaba waren bei Sitzungen dabei und fragten sich danach gegenseitig ab, damit es sich gut einprägte.

- sie teilten sich das Lernen ein.

Ein Drittel der Nacht verbrachten sie in freiwilligen Gebeten, ein Drittel der Nacht lernten sie die Hadithe auswendig und ein Drittel der Nacht schliefen sie.

- sie wechselten sich bei der Teilnahme an Sitzungen ab und tauschten sich dann später darüber aus.

- der Prophet wurde beobachtet wie er z.B. betete und fastete, aß und trank und die Sahaba gaben es dann an die Tabiuun weiter.

- es wurde beobachtet wie der Prophet auf Fragen der Muslime zu unterschiedlichen Ereignissen reagierte und davon berichtet

- es wurden persönliche Begebenheiten des Propheten verbreitet.

 

Die Verbreitung der Sunna

- der Prophet erklärte unermüdlich den Islam, besuchte Stämme und diskutierte mit Juden und Christen.

- es wurden Fragen über den Islam gestellt und die Antworten an andere weiter gegeben.

-  die Sahaba gaben die Hadithe in die Familie weiter

- die Ehefrauen (Aischa und Umm Salama) stellten viele Fragen und gaben die Antworten an Verwandte und nachfolgende Muslime weiter.

- durch Botschafter, die mit Briefen die Botschaften an die Nachbarländer weiter gaben.

- die Befreiung von Mekka und die Abschiedspredigt. Bei diesen Ereignissen waren 10000 Muslime dabei, die später davon berichteten.

- neugierige Stämme kamen, um sich über den Islam und die Geschehnisse zu informieren. Auch sie nahmen den Islam an und gaben Unterstützung.

 

Die Sahaba gaben nur Hadithe weiter, von denen sie sicher waren, das sie auch stimmten.

Auch suchten sie Zeugen, um die Hadithe von ihnen bestätigt zu bekommen. Die Tabiuun taten es ihnen gleich.

 

„Es genügt für einen Menschen zu lügen, das er (meint) alles weiter zu erzählen, was er gehört hat.“(Muslim)

 

Zentren der Verbreitung nach Muhammads, Friede und Segen auf ihn, Tod

Medina, Mekka, Kufa, Busra, Aschscham (Syrien, Palästina, Libanon, Jordanien), Nordafrika, Spanien, Jemen, Buchara, Samarkant

 

Als Muhammad, Friede und Segen auf ihn, noch lebte, kamen die Muslime zu ihm, um den Islam und den Quran kennenzulernen. Nach seinem Tod reisten die Sahaba weit, um die Hadithe direkt von den Überlieferern bestätigt zu bekommen.