"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Der Quran als Buch 

 

Der Quran ist in Suren und Aya eingeteilt.

Aya bedeutet ( rechtleitende) Zeile und Sure bedeutet “ Reihe“ oder “ Zaun“. Im Quran gibt es keine Verse, da er keine Poesie ist. Der Begriff“ Vers“ ist aber trotzdem alltagsüblich deutsche Tradition. Im eigentlichen Sinne ist die Sure ein Kapitel. Der Quran hat 114 Suren, wobei die längste 286 Aya hat und die kürzeste vier . Alle Suren, bis auf Sure 9, beginnen mit den Worten

 “ Bismillahi alrahman rahim“ (Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen). Die Namen der Suren dienen als Überschrift. 

Wie z.B. Al buqara- die Kuh und al fil- der Elefant.

 

Die Anordnungen der Suren wurden vom Propheten über den Engel Gabriel selbst festgelegt.

Muhammad, Friede und Segen auf ihn, erhielt diese Information kurz vor seinem Tode, als er den Quran von dem Engel Gabriel zweimal vorgelesen bekam.

 

Die Suren wurden in der Art der Länge aufgeteilt.

Al- tiwal               2- 10 ( die Langen)

Al mi`un              10-  35 100 Ayat)

Al matham          36- 49( 100 Ayat)

Al mufasel          50- 114 ( der letzte Teil des Quran)

 

Außerdem hat man den Quran in dreißig gleich lange Teile geteilt, um im Monat Ramadan den Vortragsbedarf zu erleichtern. Man nennt sie dschuz.In Quranen aus dem Nahen Osten wird dschuz in vier hisb eingeteilt ( erstes viertel: hisb, Hälfte des hisb, drittes viertel des hisb). Eine weitere Einteilung ist die manzil. Diese Einteilung dient zur Rezitation für sieben Tage.

 

Der Quran ist in arabischer Sprache. Da der Prophet selbst Araber war. Die ersten Menschen, die er mit der quranischen Botschaft selbst an sprach, waren auch Araber. Zum einen ist es wichtig die Botschaft richtig und vollkommen zu empfangen, zum anderen besteht die Wichtigkeit die Botschaft zu entschlüsseln und zu begreifen. Denn nur die Kombination von beiden führt zum richtigen Verständnis.

Manche Menschen können den Quran auf Arabisch lesen, andere wiederum behelfen sich einer Übersetzung in ihrer Muttersprache. Jeder, der dazubereit ist, sich auf die Botschaft des Qurans von Herzen einzulassen, kann sie verstehen. Da der Quran in einfachen Worten verfasst wurde.

 

“Und wir haben den Quran leicht zum Bedenken gemacht.

 Aber gibt es jemanden, der bedenkt“

(Quran 54-17)

 

Der gesamte Quran ist in Arabisch, bis auf Namen wie Isra`el, Imran, Nuh usw.

Es gibt ein Buch mit 118 Wörtern “ Das Mufawakulu“ von Al Sujuti, wo man fremdsprachliche Worte, die im Quran vorhanden sind, nach lesen kann.

 

Der Quran ist weder Dichtung noch Literatur oder anders ausgedrückt: weder Poesie noch Prosa. Das bedeutet, dass er weder im allgemeinen Sprachgebrauch geschrieben ist, noch ist er im künstlerischen Rhythmus und Reim geschrieben.

Im Quran stehen Geschichten über Propheten, deren Völker und Botschaft und von Verfolgungen. Ereignisse aus der Geschichte oder Bezüge zu Begebenheiten zum Leben des Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihn. Wie z.B. die Schlacht von Badr oder die Schlacht von Uhud.

Ausserdem stehen im Quran Gleichnisse und Wahrheiten durch den Vergleich von Bekannten in bildlicher Beschreibung, die als Botschaft vermittelt werden.

 

Viele Passagen beginnen mit „Sag“ (arab. qul) wie z.B.

 

“ Sag: Sicher trifft uns nichts, was Allah für uns nieder geschrieben hat.

 Er ist unser Schutzherr, und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen.“

(Quran 9:51)

 

Dann gibt es Schwüre wie

 

Bei der Sonne und bei der Morgenhelle,

Und dem Mond, wenn er ihr folgt,

Und dem Tag, wenn er erscheinen lässt,

Und der Nacht, wenn sie sie überdeckt,

Und dem Himmel und dem, der ihn aufgebaut hat,

Und der Erde und dem, der sie ausgebreitet hat

Und einer jeden Seele und dem, Der sie zurecht geformt hat

(Quran:91:1-7)

 

Wichtig ist für uns, dass wir nur bei Allah schwören.

 

Dann gibt es Verse, die eindeutig sind und Verse, die zwei oder mehrere Auslegungen zu lassen.

Menschen, die auf der Suche nach Spaltung sind, streben die Mehrdeutigkeit an. Die anderen glauben alle Worte des Herrn und darin sind die Gläubigen einsichtig.

Es gibt erlaubtes und verbotenes und Wertschätzungen über Leben und den Tod, die Wiederauferstehung usw.

Manche Suren beginnen mit der Lesung von arabischen Buchstaben wie z.B. Alif lam ra. Die Begründung dafür ist nicht erfasst.

 

“ Dies sind die Zeichen der deutlichen Schrift“

(Quran 12:1)