"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

 Den Quran verstehen

 

Die Zeitperioden im Quran werden durch zwei Phasen unterschieden. Diese sind vor der Hidschra- die Zeit in Mekka und nach der Hidschra- die Zeit in Medina.

 

Die mekkanische Periode dauerte etwa 13 Jahre an. Da Muhammad, Friede und Segen auf ihn, mit mit 40 Jahren zum Propheten erhoben wurde und mit 53 Jahren ausgewandert war. Seine Hauptaufgabe war zum Islam zu rufen. Islam bedeutet an Gott zu glauben. Das Wort stammt von dem Wort Salam und bedeutet Frieden. Er warnte vor der Auferstehung und dem Tag des letzten Gerichts. Außerdem trat er vornehmlich in der Überzeugung als Verkünder und Warner auf. Das bedeutet, dass Muhammad, Friede und Segen auf ihn, seine Propheterie annahm und sie glaubhaft, wahrheitsgemäß bestätigte und bestätigt bekam.

Die medinensische Periode dauerte 10 Jahre. Das ist die Zeit nach der Hidschra bis zu seinem Tod.

In Medina gab es die Muhadschirun ( Auswanderer), die Ansar ( Helfer aus Medina) und die Munafiqun ( Heuchler, die vorgaben Muslime zu sein). Außerdem gab es in Medina die

Ahl al kitab ( Leute der Bücher). Das sind Juden und Christen, die auch Gläubige einer Offenbarungsreligion sind. Dann gab es noch die Glaubensverweigererund die Unwissenden.

 

Mekkanische Suren kommen aus Mekka, selbst wenn Teile davon aus Medina sind. Die medinensischen Suren sind die, die ihren Anfang in Medina haben. Soist die Offenbarungszeit entweder aus Mekka oder Medina. Die Al Fatiha 

(Sure 1- die Eröffnende) ist nicht kategorisiert.

 

Die Suren sind in unterschiedlicher Zeitabfolge herab gesandt. Das bedeutet, dass der Quran nicht chronologisch ist. Die Muslime machten eine Entwicklung durch in ihrer Anordnung von Gesetzen. So war es in der mekkanischen Zeit nur möglich sich mit Worten zu verteidigen. Die Verse der Kriegsführung sind nur nach der Hidschra offenbart.

Die mekkanische Ayat sind kurz wie z.B. Sure 26. Sie hat 227 kurze Ayat. Die Sura 8 z.B. ist medinensisch mit 75 relativ langen Ayat.

 

Mekkanische Ayat:

à „Ihr Menschen“ und „Mein Volk“

à Thema: Tauhid ( Eingottglaube). Schirk ( Vielgötterei)

à Tag der Auferstehung

à Korruption der Moral

à Prophetengeschichten ( in Medina sehr kurz gefasst)

à Die haruf tahajji ( Alif lam mim) - ohne Sure 2 + 3

à Ayat kalla, sadschda, die mufasel Gruppe 50

 

 

Medinensiche Ayat:

à Anrede: Ihr, Leute der Schrift; Ihr, die glauben

à Thema: Eheschließung, Ehe, Scheidung, Erbschaft, Strafrecht

à Munafiqun ( Heuchler) - Ausnahme ( 29:11) ihr Vers ist mekkanisch

 

Das Wissen um die Anordnung wird in der Tafsirwissenschaft verwendet.

Der Quran ist für alle Zeiten gültig. Für jede Offenbarung gibt es einen geschichtlichen Hintergrund zu Ereignissen und deren Umstände.So hat ein Wissenschaftler gesagt: „Das Wissen vom Tafsir der Ayat ist nicht möglich, ohne das man sich mit der Geschichte und der Erklärung (Gründe) für die Offenbarung beschäftigt.“

 

Wichtig ist:

à Die Auswirkung einer Ayat im ursprünglichen Zusammenhang

à Der Grund für die Gesetzgebung

à Die ursprüngliche Absicht der Ayat

à Die spezielle oder allgemeine Anwendbarkeit, die Umstände und 

   Verwendung

à Die historische Situation und Entwicklung der muslimischen Gemeinde

 

Die Geschichten der Offenbarungen wurden von Gefährten überliefert. Nur Hadithe, die sahih ( richtig/ gut) sind, dürfen verwendet werden. Außerdem musste die berichtende Person bei der Offenbarung in Zeit und Anlass,dabei gewesen sein. Berichte von Menschen, die nicht auf den Propheten und seine Gefährten zurück gehen, müssen als daif (schwach) angesehen werden.

Es gibt wahrscheinliche Berichte und definitive (bestimmte) Berichte.

 

Die Offenbarungen können

  • Als Antwort auf ein Ereignis oder eine allgemeine Lage
  • Als Antwort auf eine besondere Frage eines einzelnen
  • Aus anderen bekannten oder unbekannten Gründen sein

 

Zum Thema Aborgation:

 

„Was wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen- Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür.Weißt Du denn nicht, dass Allah zu allem die Macht hat.“

(Quran 2:106)

 

Der Quran brachte stufenweise Veränderungen, um den Menschen an neue Vorschriften zu gewöhnen. Das ist wichtig für:

  • Die Voraussetzung für die Erläuterung (Tafsir) des Qurans
  • Die Voraussetzung für das Verständnis und die Anwendung des islamischen Rechts (hukm, scharia)
  • Das Verständnis der historischen Entwicklung des islamischen Gesetzwerks 

Wichtig

Tafsir (Analyse des Qurans) oder juristische Urteile einer Person, die solche Kenntnisse nicht hat,sind nicht akzeptabel.