"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 


Der Vertrag von Hudaibiya

 

Im Jahr 628 n.Chr. (6 n.H.) fasste Muhammad, Friede und Segen auf ihn, auf Grund eines Traumes den Endschluss nach Mekka zu reisen. Er kaufte siebzig Kamele, um sie im Namen Allahs zu schlachten und an Bedürftige zu verteilen.

Er reiste mit seinen Gefährten unbewaffnet, zog sich ein Tuch um den Unterleib und ein Tuch über die Schulter. Er wollte den Mekkanern so seine friedliche Absicht anzeigen. 

Die Quraisch waren jedoch vorsichtig  und schickten den Muslimen ein Heer entgegen. Sie wollten ihm den Eintritt in die Stadt verweigern. 

Muhammad, Friede und Segen auf ihn, reiste einen Umweg und machte Rast in Hudaibiya. 

Ein Mann von den Quraisch kam ihn dort besuchen und fragte ihn nach seinen Vorhaben. Der Prophet erklärte in Frieden zu reisen und in der Absicht gekommen zu sein die Kaaba zu besuchen.

Es folgten weitere Männer, die sich erkundigen wollten. Sie sahen wie sehr er von seinen Anhängern umgarnt wurde. Er war königlich, jedoch niemals majestetisch. 

Als es Überfälle auf das Lager des Propheten gab, nahm er die Angreifer gefangen, ließ sie aber, mit dem Aufruf um Frieden, sofort wieder frei. 

Muhammad, Friede und Segen auf ihn, schickte Uthman und Charrasch zu den Führern der Quraisch. Sie sollten ein Friedensangebot übermitteln. Uthman wurde erlaubt die Kaaba zu umrunden, lehnte es aber ohne Begleitung des Propheten ab.

Die Quraisch schickten Suhail Bin Amr um mit Muhammad, Friede und Segen auf ihn, einen Friedensvertrag abzuschließen. Unter der Bedingung, dass er für dieses Jahr den Besuch abbrach und im darauf folgenden Jahr wiederkommt. Nach weiteren, langen Verhandlungen stellte man schließlich einen Vertrag auf- den Vertrag von Hudaibiya.


Der Vertrag von Hudaibiya

 

- Frieden auf zehn Jahre

 

- die Muslime müssen dieses Mal  Mekka unverrichteter Dinge verlassen, dürfen jedoch im folgenden Jahr für drei Tage in Mekka einziehen, um eine Umra zu verrichten

 

- allen Stämmen wird freigestellt sich für ein Bündnis mit Muhammad oder den Quraisch zu entscheiden

 

- die Muslime verpflichten sich Überläufer aus Mekka, die ohne Erlaubnis ihres Vormundes nach Medina kommen auszuliefern, selbst wenn sie Muslime sein sollen. Für die Mekkaner gibt es keine entsprechende Verpflichtung   

 

Der Prophet ordnete auf Rat seiner Frau Umm Salama an, die Kamele zu schlachten und die Köpfe kahl zu rasieren. Danach reiste er zurück nach Medina.

In der Mitte des Weges erhielt er von Gott eine Botschaft:“ Gewiss wir haben dir einen deutlichen Sieg verliehen“. (Quran: 48:1). Umar war sehr erleichtert über diese Worte.

In der nächsten Zeit nahmen viele Quraisch den Islam an. Da sie nicht aus Mekka ausreisen durften, behinderten sie Handelskarawanen. 

Abu Busair gelang die Flucht nach Medina. Muhammad, Friede und Segen auf ihn, mußte ihn jedoch zurück schicken. Er wurde von zwei Mekkanern zurückgeholt, konnte aber erneut fliehen. 

Er ließ sich an der Küste des roten Meeres in der Nähe von Asch- Scham nieder. Viele Menschen teilten das Schicksal Abu Basair und siedelten sich mit dort an. Es waren an die siebzig Mann. Da sie sich außerhalb der Friedensregion befanden, galt für sie der Friedensvertrag nicht. So überfielen sie Karawanen, um überleben zu können. 

Um dies zu beenden, baten die Quraisch  Muhammad, Friede und Segen auf ihn, die Muslime aus Asch- Scham aufzunehmen. Die erste Hürde war überwunden. Viele Quraisch reisten frei nach Medina und wurden Muslime.  

Aufgrund des Vertrages von Hudaibiya kam es zu vielen unterschiedlichen Abkommen zwischen den Stämmen. Einige Quraisch waren jedoch gegen diesen Vertrag. Sie griffen die Verbündeten der Muslime an, zwanzig Männer kamen dabei um. So wurde der Vertrag zwei Jahre später gebrochen und die heilige Stätte entweiht.