"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

 

Das Jahr des Elefanten

 

  

Es war im Jahr 570 n.Chr. als der  Statthalter Abraha des Königs von Abessinien im Jemen in der Stadt Sanaa beschloss eine Kathedrale zu bauen.Zu dieser Zeit unterlag Jemen dem Herrschaftsgebiet Abessiniens, dem heutigen Äthiopien, und war ein christliches Land. Er nannte seine Kathedrale Qulays.

Abraha erhoffte sich durch einen Prachtbau die Pilger, die nach Mekka zogen, um die Kaaba zu besuchen, abzuwerben.

Als die Pilgerzeit begann und er sah, dass die Pilger trotz aller Schönheit seines Baus den Einzug nach Mekka bevorzugten, wurde er sehr wütend. Er machte sich mit einem sechzigtausend Mann starken Herr und zweiundzwanzig Elefanten auf, in der Absicht die Kaaba zu zerstören.

Unterwegs zerstörte er rücksichtslos alles, was ihm in den Weg kam und stahl viele Tiere. Unter anderem auch zweihundert Kamele von AbdulMuttalib.

 

Als Abdul Muttalib dies merkte, ging er mit seinen Söhnen zu Abraha, um die Herausgabe seiner Tiere  ein zu fordern.

Abraha wunderte sich sehr, da er dachte, er würde ihn auch von dem Angriff auf die Kaaba abhalten wollen.

Abdul Muttalib erklärte nur: „Die Kaaba hat ihren eigenen Beschützer!“

Abraha gab ihm die Kamele heraus.

 

Als es nun losgehen sollte und das Heer sich zum Angriff vorbereitete, verweigerte der Elefant Mahmut den Gehorsam. Er kniete in Richtung Jemen und war auch durch heftige Schläge nicht dazu zu bringen, aufzustehen.

Er lief immer wieder in die entgegengesetzte Richtung, weg von Mekka.

 

Genau in diesem Moment kam ein riesiger Vogelschwarm auf die Männer zu und bewarf sie heftig mit Lehmklumpen. Einige Männer starben sofort, andere bei dem Versuch Jemen wieder zu erreichen. Nur wenige Männer überlebten dieses Ereignis, um davon erzählen zu können.

Abraha starb unter entsetzlichen Schmerzen in seiner Burg in Jemen.

 

Zu diesem Ereignis schickte Gott die Sure “ Der Elefant “ herab. 

 

„Siehst Du nicht wie Allah mit den Leuten des Elefanten verfuhr,

ließ er ihre List nicht verloren gehen

und sandte gegen sie Vögel in auf einander folgenden Schwärmen,

die sie mit Steinen aus gebrannten Lehm bewerfen

und sie so wie abgefressene Halme macht.“

 (Quran 105: 1-5) 


 

Zur gleichen Zeit in Mekka trug es sich zu, dass Amina ihren Sohn gebar. Es war eine leichte Geburt unter erträglichen Schmerzen.

Abdullah, der Ehemann Aminas, starb bereits vor diesem Ereignis auf dem Rückweg von einer Handelsreise in Yathrib an einer Krankheit.

Abdul Muttalib freute sich sehr seinen Enkel in die Arme zu schließen und gab ihm den Namen Muhammad, der Gepriesene.