"Und Allah leitet, wen er will, auf einen geraden Weg" (Quran 2: 213)

"Wahrlich, dieser Quran leitet zum wirklich Richtigen".  (Quran 17:9)

 
 

Islam(ist) und Salaf(ist)

 

In Deutschland liegt das Hauptproblem am Islam, dass man, wenn man den Islam unterrichten will, damit kein Geld verdienen kann. Aber man kann über den Islam schlecht reden und dann Zeitungen verkaufen und auch Einschaltquoten erzielen. Besonders das Thema „Terrorismus im Islam“ ist sehr beliebt und wird nicht nur ständig neu aufgelegt, sondern auch, wie immer es geht, ausgeschlachtet.

Die Deutschen haben die Angewohnheit, Dingen die sie nicht verstehen, ein Paradoxum zu verpassen. Mit dem Wort Paradoxum meine ich ein Wort, das es in Wirklichkeit nicht gibt aber eine Wirkung in Form von schlechter Stimmung auf die Bevölkerung überträgt.

 

Ich möchte mir heute mal die Mühe geben, zu erklären, was Islam(ist).

- Islam(ist) eine monotheistische Religion, in der das Hauptmerkmal darin besteht, an einen einzigen Gott zu glauben. Man unterwirft sich einem einzigen Gott, betet einen einzigen Gott an, ist einem einzigen Gott gehorsam, zeigt einem einzigen Gott Dankbarkeit für alles, was passiert im Leben.

Das Wort Islam stammt von dem Wort slama ab und bedeutet Unterwerfung. Ein Muslim ist, ein sich Unterwerfender. Der Islam wurde im 7. Jahrhundert n. Chr. unter dem Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihn, zu einer Religion erhoben. Der Islam ist nach dem Christentum, die zweitgrößte Weltreligion. Weltweit soll es 1,8 Milliarden Muslime geben.

Islam(ist) der Glaube an einen einzigen Gott. Islam(ist) der Glaube an die Engel. Islam(ist) der Glaube an alle Propheten. Islam(ist) der Glaube an die Bücher der Schrift (Tora, Bibel, Suhur (Ibrahim und Moses) und die Psalmen (arab. Zaboor) von David. Islam(ist) der Glaube an das Schicksal. Islam(ist) der Glaube an das jüngste Gericht.

Wenn man diese Glaubensinhalte verinnerlicht hat, das Pubertätsalter erreicht hat, geistig gesund ist  und den Islam kennt, kann der Mensch mit dem Aussprechen der Schahada (Glaubensbekenntnis), den Islam annehmen. Der Islam verbietet die Zwangskonversion.

Sobald man Muslim ist, ist man nach dem Glauben an den einzigen Gott dazu verpflichtet, Gott anzubeten, im Ramadan zu fasten, die Zakat abzugeben und mindesten einmal im Leben, die große Pilgerfahrt nach Mekka anzutreten. (Wenn man es schafft). Die Umra ist das ganze Jahr möglich, jedoch nicht an den speziellen Hadschtagen.

 

Kommen wir zu dem Paradoxum 2. Salaf(ist).

Das Wort Salaf kommt aus dem Arabischen und bedeutet Vorfahre.  Wenn wir von den Salaf sprechen, meinen wir die Helfer aus Medina und die Auswanderer aus Mekka. Jeder Mensch, der dem Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihn, direkt begegnet ist, auch Menschen aus der Familie, nennt man die Begleiter (Sahaba). Bei diesen Personen handelt es sich um rechtschaffene Muslime, die uns die Sunna der Propheten mittels Hadithen überliefert haben. Hadith bedeutet Gespräch. Wenn man von der Sunna des Propheten spricht, dann meint man alles, was der Prophet Muhammad, Friede und Segen auf ihn, gesagt, gemacht und worüber er geschwiegen hat. Muslime, die die Sahaba trafen, nennt man Tabiun und Muslime, die die Tabiun trafen, nennt man Atba Tabiun.

 

Man kommt im Islam auf zwei Grundlagen zur Rechtssprechung. Die erste Grundlage ist der Quran und die zweite Grundlage ist die Sunna. Nebenher gibt es noch die vier Rechtsschulen, deren Urteile bei der Findung des originalen Ritus (Scharia) des Islam behilflich sind. Bei der Rechtsfindung gibt es gemeinsame Urteile oder auch mal ein Urteil, das für sich alleine da steht, jedoch die anderen Urteile nicht missbilligt oder konkurriert. Letzendlich kann es auch ein Hadith sein oder eine Aya aus dem Quran, die das tatsächliche Urteil festigt.

Die Scharia ist in jeder Lebenssituation gangbar. Wenn wir also von der Scharia sprechen, dann sprechen wir von der Kultur des Islams. Die Scharia bildet im geringsten Maße Haddstrafen (Grenzstrafen).